Wohnen & Haushalt

DIY: Einkaufsnetz

Kindheitserinnerungen und Nostalgie, DIY-Tipps und eine Anregung für nachhaltiges Einkaufen… Dieser Beitrag ist mehr als eine Produktvorstellung 🙂

Viele teilen ja meine Absicht Plastikverpackungen zu vermeiden und greifen in der Obst und Gemüseabteilung lieber zu loser Ware, als zu abgepackter (wie z.B. die unmögliche Gurke im Plastiküberzug…). Das besonders Bio-Produkte in Plastik verpackt werden macht das ganze nur noch schlimmer und fast unmöglich diese in einem normalen Supermarkt zu kaufen. Aber nicht nur das, will man loses Obst und Gemüse mitnehmen steht einem nur ein Plastiktütchen zur Verfügung! Mag ich nich.

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Wenn ich gar nicht drum herum kam habe ich zumindest mehrere Sorten in EINE Tüte gepackt und diese mit all den Preisaufklebern versehen die eben, nötig waren. Damit macht man sich aber auch bei der Kassiererin nicht unbedingt beliebt, weil es das Einscannen erschwert. Auch oft doof, aber naja.

Nun habe ich mich endlich dazu entschieden mir Einkaufsnetze zu häkeln. Woll“reste“ habe ich noch massig daheim, einigermaßen häkeln kann ich auch. Und auch wenn die ersten Versuche noch nicht so recht wollten, letzten Endes kam dann doch noch etwas ganz brauchbares dabei raus.

netztasche

Anleitungen zum Häkeln findet man im Netz zuhauf, z.B. >>hier<<. Ich selbst bin eher nach Bauchgefühl gegangen. Eine Anleitung, wie ich vorgegangen bin, findet ihr ganz unten hier im Beitrag.

(Das linke Bild gehört schon zum Anfang der zweiten Tasche, die gerade in Arbeit ist, rechts sieht man die selbe Stelle als Teil der fast fertigen Tasche vom Bild oben)

Mein eigentliches Anliegen hier ist meine Problemlösung für das „Preisaufkleber für Gemüse“ Problem, dass schon einige Kassiererinen bei mir zum Fluchen gebracht hat ^^

Das habe ich nun ganz simpel gelöst, in dem ich aus dünnen Holzresten ein paar Scheiben ausgesägt habe (da bekommt ihr im Baumarkt auch sehr günstig entsprechende Platten für Bastler, ist wirklich kein großer Aufwand). Die Kanten schleifen und ein Loch rein bohren, damit man einen Karabiner oder Schlüsselring durchziehen kann und fertig. An meiner Tasche habe ich zwei dieser Holzplättchen, damit kann ich nun vier verschiedene Obst und Gemüsesorten im Netz unterbringen – reicht absolut!

Die Tasche funktioniert an sich ganz gut, nur muss man beachten, dass sie sich gefüllt recht in die Länge ziehen kann. Das „Problem“ habe ich jetzt schon auf mehreren Seiten gelesen. Ich denke, ich werde die nächste Tasche einfach mal etwas breiter und dafür kürzer machen. Da ich sowieso mehrere dieser Taschen haben möchte, um sie möglichst überall zu verteilen damit ich wirklich IMMER eine dabei habe, kann ich hier ja nun noch etwas rumprobieren.

Als kleines „Markenzeichen“ habe ich einen der Feder-Anhänger mit angebracht, von denen mir mein Freund mal ein 100er Päckchen geschenkt hat damit ich mir ein Armband daraus machen kann. Jetzt finden auch die restlichen 95 eine Verwendung *g*

Hier nun noch die versprochenen, nostalgischen Erinnerungsstücke 🙂 Weder ich, noch meine Mutter, noch meine -leider verstorbene- Großmutter mütterlicherseits waren große Meister der Handarbeit. Trotzdem hatte meine Oma einen kleinen Nähschrank mit allem, was man halt so braucht, um den Kindern mal die Socken zu stopfen oder einen Knopf anzunähen. Dieses Schränkchen behielt ich als Erinnerungsstück und es wird heiß von mir geliebt. Fast alles darin ist noch von meiner Oma, bis auf wenige Stücke, die von mir ergänzt wurden.

Es ist ein wirklich praktisches Teil und wird inzwischen auch eifrig von mir genutzt. Im Moment sind vor allem die enthaltenen Häkelnadeln in Gebrauch, die mir besonders gefallen, weil sie einen hübschen Holzgriff haben und ohne Plastik auskommen. Mag ich natürlich sehr!

Haekelnadeln

Fast schon wehmütige Gefühle bekomme ich, wenn ich die einsame, unvollendete Socke sehe, die meine Oma wohl mal zu stricken versucht hat. Die darf natürlich weiterhin im Nährschränkchen wohnen. Die Nadeltasche wurde immerhin fertig und beherbergt einige Nähnadeln, die sich zu hunderten in diesem Schränkchen finden ^^ Auch das Stopfei, das ich als kleines Kind immer ausbrüten wollte, gehört zu meinen liebsten Kindheitserinnerungen und die Schachtel mit der Knopfsammlung finde ich auch total spannend, weil da ein paar echt hübsche Teile drin versteckt sind, die ich sicher mal für zukünftige Handarbeitsprojekte verwenden werde.

omazeug

Ich hoffe euch hat der kleine Ausflug in mein Privatleben gefallen und ihr konntet mit meinem Tipp etwas anfangen 🙂 Gerne höre ich auch eure Ratschläge und Ideen, wie man so eine Tasche noch verbessern könnte oder wie ihr das beim Einkaufen so handhabt – ich bin gespannt!

Anleitung zum Häkeln:

6 Luftmaschen häkeln und zu einem Ring schließen (Spiralrunde)

Runde 1: in jede Masche 1 feste Masche (FM) häkeln

Runde 2-3: jede 2. Masche verdoppeln

Runde 4-5: in jede feste Masche 3 Luftmasche (LM) häkeln

Runde 6-7: jeweils 3 LM häkeln und mit einer FM im Bogen der Vorrunde befestigen

Runde 8-9: weiter wie bei 5-6, nur mit 5 LM

Alle weiteren Runden: weiter wie zuvor, nur mit 8 LM

Zwischendurch das Ganze immer mal wieder in Form ziehen und so lange weiter machen, bis euch die Höhe zusagt. Macht sie wie gesagt lieber nicht ZU hoch, da sie sich beim Befüllen noch ziemlich in die Länge zieht. Als ich genug hatte habe ich den Rand mit einer Runde fester Maschen abgeschlossen und habe dann nochmal für 1-2 Runden jede 2. Masche verdoppelt.

Für die Henkel habe ich einfach ein paar Luftmaschen gehäkelt und sie an entsprechender Stelle wieder angebracht. Anschließend müsst ihr die Luftmaschen nur noch 1-2 Mal verdoppeln, bei mir war es jede 2. Masche. Am besten ihr steckt euch vorher ab, wo die Henkel jeweils anfangen und aufhören, damit ihr gleichmäßig arbeiten könnt. Noch ein Tipp um bei den Runden die Übersicht zu behalten: markiert jede neue Runde mit einem Faden in anderer Farbe (siehe Bild oben) dann fällt euch das Runden zählen leichter.

12 comments on “DIY: Einkaufsnetz

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  6. Danke dir 🙂 Stricken kann ich leider gar nicht, ich bin schon beim Häkeln am Fluchen 😀
    Warum vermisst du es, kommst du nicht mehr dazu?

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  7. WOW!! Das sieht wunderschön aus, hast Du echt klasse gemacht! Ich liebe Stricken und vermisse es total 😦 Dieses Netz ist echt spitze!
    LG, Sharon

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  8. Ich muss ja leider gestehen, dass ich nicht häkeln kann und als ich es mal probiert habe, hat es mich eigentlich nur genervt :’D
    Vielleicht werde ich das trotzdem mal ausprobieren.
    Ich muss nur für mich selbst einkaufen, deswegen ist es meist nicht besonders viel, was ich habe. Aber ich versuche schon, eher die Dinge lose zu kaufen und auch bei mir im Supermarkt wird leider an der Kasse abgewogen. Ich hänge mich aber was Obst & Gemüse angeht oft an den Einkauf meiner Eltern 😀
    Ich studiere und nehme oft von zu Hause was mit. Meine Eltern gehen öfters im biomarkt einkaufen und dort gibt es zum Abfüllen von frischen Sachen Papertüten! 🙂

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    • Ich hab auch erst zwei völlige Katastrophen prodzuziert, bevor es annehmbar wurde XD Jetzt ärgere mich mich mit dem Versuch rum, das Ding breiter zu bekommen… aber schaff ich auch noch! Tschaka! 😀

      Eigentlich bestellen wir unseren Hauptbedarf an Obst und Gemüse ja über die „Frische Kiste“ (siehe Beitrag: https://herbivortestet.wordpress.com/2016/06/03/karins-frische-kiste-lieferservice-raum-mannheim/), da ist dann eh möglichst wenig Plastik mit dabei – zwar nicht ganz ohne, aber immerhin. Darum traf mich so ein Einkauf im Supermarkt auch immer so unvorbereitet, nie hatte ich was anständiges zum Einpacken dabei wenn ich mal so einkaufen war. Deswegen will ich jetzt immer eins im Auto haben, damit ich zur Not echt was dabei habe.

      Für den Fall „wird an der Kasse gewogen“ hab ich auch schon von Netzen gelesen, deren Stoff ganz leicht ist, da wiegt man nicht so viel mit. Den Karabiner kann man sich ja dann auch sparen ^^ Wäre jetzt so mein spontaner Gedanke dazu.

      Ich finde eh es sollten mehr Papiertüten oder ähnliches angeboten werden, kann ja eigentlich nicht so schwer sein 😦

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  9. Großartige Sache. Ich hab gerade erst das zweite Werk meines Lebens fertig gehäkelt,bin also noch blutiger Anfänger,aber die Anleitung klingt echt leicht.

    Allerdings gehe ich fast nur in Supermärkte wo an der Kasse abgewogen wird. Daher kann ich damit nichts anfangen.

    Vielleicht werde ich mir so ein netz trotzdem häkeln falls ich mal wieder zu Kaufland gehe.

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  10. Pingback: 15.06.2016 Tag der Komplimente

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