Lebensmittel

Pflanzenmilch-Check: Teil 1

Ganz nach dem Motto „Not your Mom – not your Milk“ gucken wir uns heute mal pflanzliche Milchalternativen an. Diesmal ist es Reis- und Mandelmilch. Es gibt ja so viele verschiedene Sorten und Hersteller, und alle sind sie unterschiedlich. Die einen mag ich sehr, andere wiederrum gar nicht. Und für verschiedene Zwecke benutze ich auch verschiedene Milcharten, was z.B. zum Backen super funktioniert kann im Kaffee ziemlich unangenehm sein usw. Da es Milchalternativen ja in etlichen Varianten von zig Herstellern gibt werden hier noch zweitere Teile folgen.

Ich muss an dieser Stelle auch anmerken, dass ich mir am Anfang meiner Vegan-Umstellung gerade bei Pflanzenmilch etwas schwer getan habe. Man geht zunächst mal mit ganz anderen Geschmackserwartungen an die Sache ran. Man sollte nicht erwarten wirklich MILCH zu trinken, wie man sie als Kuhmilch kennt. Das ist es halt einfach nicht. Und so sehr man an diese Geschmackserwartungen auch erstmal gewöhnt ist und dadurch die Erwartungshaltung einem erstmal ein paar Steine in den Weg legt: Man gewöhnt sich sehr schnell um! Wenn man erstmal ein paar Produkte und Marken getestet hat findet man so seine Lieblinge und man kann auch wieder vorurteilsfrei schmecken. Man muss der Sache nur ein wenig Zeit geben und nicht gleich bei der ersten Pflanzenmilch sagen „Also ne, das ist nix für mich!“

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Zutaten: Wasser, Mandeln (2%), Tricalciumphosphat, Meersalz, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Gellan), Emulgator (Sonnenblumenlecithin), Vitamine (Riboflavin (B2), B12, D2, E)

Mag ich z.B. sehr, da sie ziemlich vielseitig ist. Im Kaffee, im Müsli, beim Backen oder für Smoothies, die passt wirklich so ziemlich überall rein. Grade im Kaffee hat man oft das Problem, dass Pflanzenmilch entweder irgendwie unangenehm schmeckt oder – oh Graus! – flockt. Gar nicht schön. Beim Alpro Mandeldrink ist das nicht der Fall, also definitiv ein Pluspunkt für mich. Nicht ganz so ohne ist hier der Preis, wobei Mandelmilch eh generell zu den teureren Produkten gehört. Für 1 Liter zahlt man um die 2,79€.

Das gleiche gilt übrigens für die Variante „Original“. Dass diese, im Vergleich zum ungesüßten Drink, wirklich bemerkenswert süßer schmeckt finde ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht wenn man sie rein pur trinkt ein wenig, aber weder im Kaffee noch im Müsli fand ich das bisher störend oder auffällig. Die Inhaltsstoffe sind laut Angabe identisch.

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Zutaten: Wasser, 7% Mandeln*, Roh-Rohrzucker*, Meersalz, Verdickungsmittel: Guarkernmehl* *aus biologischer Landwirtschaft

Dieser enthält schon mal mehr Mandeln als die Alpro Variante. Aber leider muss ich meckern. Obwohl ich grundsätzlich ein Freund der DM Bio Produkte bin, ist der Mandeldrink irgendwie nicht mein Freund. Trotz schütteln ist der Drink aber irgendwie nicht richtig… einheitlich. Zum Teil kommt eine klare Flüssigkeit heraus, zum Teil ist es dann wieder milchig weiß. Im Kaffee hat das Ganze eher unangenehm geschmeckt und im Müsli waren schmierige Rückstände zu finden, irgendwie nicht lecker. 1 Liter kostet 2,95€.

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Zutaten: Wasser, 13% Reis*, Sonnenblumenöl*, Meersalz – *aus biologischer Landwirtschaft

Dies ist wieder ein Produkt, welches ich wirklich gerne verwende. Im Kaffee, im Müsli, zum Backen.. funktioniert alles wunderbar und schmeckt. Wobei Reisdrinks generell eher die geschmacksneutraleren Kollegen in der Pflanzenmilchwelt sind. Aber ich finde das absolut in Ordnung. Preislich sind wir bei 1,45€ für einen Liter, also eher entspannt.

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Da wollte ich nun vorab eine kleine Lobeshymne auf den Hersteller singen und hab nun ausgerechnet bei diesem Produkt keine weiteren Bilder mehr  – weil eine gewisse Person hier im Haushalt den Karton weggeworfen hat! (ich nenne keine Namen, aber du weißt wer gemeint ist!!) Dann eben nur die lobenden Worte.

Die Firma Berief produziert nun seit 30 Jahren pflanzliche Lebensmittel und „Ersatz“-Produkte und steht voll hinter der vegetarischen und vor allem der veganen Ernährung. Besonders gut gefällt mir an dieser Stelle, dass konsequent auf Soja fragwürdiger Herkunft verzichtet wird und man mit diesen Produkten keine Regenwaldrodung unterstützt. 95% der Rohstoffe stammen aus biologischem Anbau und Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Punkt in deren Unternehmensphilosophie.

Aber genug jetzt, wir wollten uns deren „Milch“ angucken:

Zutaten: Wasser, Reis* 8%, Sonnenblumenöl*, Meersalz, Säureregulator: Calciumcarbonat.

*aus ökologischem Anbau

Der Reisdrink ist wieder sehr vielseitig. Er schmeckt gut im Kaffee und flockt nicht, eignet sich zum Backen, im Müsli  ist er dezent und auch für Saucen haben wir ihn schon verwendet. Da der Geschmack, wie bei Reismilch so oft, eher unaufdringlich ist, ist dieser  Drink ein wahrer Alleskönner. Ein Liter kostet 1,89€

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Noch ein paar abschließende Worte: Wie ihr seht, habe ich überall bei der Verpackung einen Punkt abgezogen. Schlicht aus dem Grund, da ich es blöd finde, dass nicht schon längst wiederverwendbare Pfand-Glasfalschen angeboten werden. Ein großes Minus in der Pflanzenmilch-Welt.

Und eine letzte Anmerkung noch zum teilweise enthaltenen B12. Klar ist es schön, dass so was auf der Verpackung steht. Lasst euch aber bitte nicht davon fehlleiten und nehmt euer B12 nur durch solche Zusätze auf. Wie auch bei der B12 Zahnpasta ist das enthaltene Cobalamim oft chemischer Herkunft bzw. gar nicht definiert. Damit tut ihr euch keinen großen Gefallen. Wenn euch das Thema noch fremd ist schaut gerne mal bei meinen entsprechenden Beitrag vorbei: Pure Advantage B12 Spray. Dort findet ihr auch einen Link um euch ausführlich über verschiedene B12 Arten sowie deren Vor- und Nachteile zu informieren.

Weitere Pflanzenmilch-Varianten findet ihr hier:

Pflanzenmilch-Check: Teil 2

9 comments on “Pflanzenmilch-Check: Teil 1

  1. Pingback: Was du nicht willst, dass man dir tu…

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  3. Pingback: „Von glücklichen Kühen…“

  4. Ja, da hast Du recht, echt blöd, dass keine Glasflaschen angeboten werden. Auch bei den pflanzlichen Joghurts sende ich Glas besser! Deshalb mache ich meine Hafermilch so oft es geht selber 🙂
    LG 🙂

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    • Ich wollte demnächst auch einfach mal ein paar entsprechende Firmen deswegen anschreiben. Ich kann mir schon vorstellen, dass da nicht alle Ohren total verschlossen sind was das betrifft. Wie machst du deine Hafermilch? Finde ich das bei dir im Blog? ^^

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      • Das ist eine sehr gute Idee, wollte ich auch mal machen! Je mehr danach fragen, umso besser 🙂
        Ja, ich werde in den kommenden Tagen mein hafermilch-Rezept hochladen 🙂 Du findest es aber bereits auf meinem Instagram Account. Bist Du auch bei IG?
        Liebe Grüße 🙂

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      • Ja auf jeden Fall, wenn die merken, dass da Bedarf besteht reagieren die doch bestimmt irgendwann!

        Bin leider nicht bei IG, ich warte einfach mal geduldig bis es bei dir auftaucht und stürze mich dann gleich drauf *g*

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  5. Joya kenne ich noch gar nicht, gibt es die auch in Deutschland? Ich habe die Marke noch nie gesehen 😦
    Wenn nicht muss ich sie bei meinem nächsten Österreich Besuch mal testen, dauert ja auch nicht mehr lange ^^

    Kokos-Mandel klingt ja eigentlich echt gut, ich mag Kokos auch total gerne. Ich habe aber auch leider mal den Kokos-Schoko-Drink von Alpro getestet, der schmeckte leider nach Erbrochenem O_O
    Aber ich lass mich da ja nicht abschrecken XD

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  6. Kennst du die Kokos-Mandel-Milch von Joya? Die liebe ich abgöttisch (obwohl ich Kokos gar nicht mag ;)). Hab auch gestern einen kleinen Eintrag zur Milch gemacht, in den Kommentaren ist ein Link zu den Joya-Produkten.

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