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Salzburg Diary

So ihr Lieben, da bin ich wieder – und hab euch bissl was aus Salzburg mitgebracht 🙂 Heute fürs Erste nur einen bisschen Geplauder und ein bisschen was zum Anfüttern für die nächsten Beiträge.

Wir waren ja nun schon öfter in Salzburg, da mein Freund ja von dort kommt und wir auch Familie & Freunde dort haben. Leider haben wir nie wirklich Glück mit dem Wetter – auch dieses Mal nicht. Es hat jeden Tag fies durchgeregnet bzw. wenn es mal nicht geregnet hat war es zumindest kalt und windig. Erst am Tag unserer Abreise wurde es natürlich schön, warm und sonnig. Ähem.

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Wetter bei unserer Ankunft…
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…und während unserer Heimreise

Diesmal dachten wir, wir versuchen es mal mit einem Apartment mit kleiner Küche, damit wir uns gemütlich selbst versorgen können. An dieser Stelle möchte ich euch ausdrücklich vor einer Unterkunft warnen, die am treffendsten mit „das blanke Grauen“ beschrieben werden kann. Da leider so ziemlich alles ausgebucht war, als wir nach einer Unterkunft suchten, entschieden wir uns für das -wie wir dachten- preiswerte Apartment Wirrer, das mitten in Salzburg liegt. Uns war klar, dass man für einen günstigen Preis keine hohen Erwartungen bei der Lage haben darf. Auf eher abgenutzte Möbel und keine sonderlich schöne Ausstattung waren wir also eingestellt. Wenns nur das gewesen wäre. Ich versuche mich mal kurz zu fassen:

Dass die Einfahrt zum „hauseigenen PKW-Abestellplatz“ sehr eng sein würde wussten wir, davon hatten wir bereits gelesen. Dass die Stellplätze komplett überbelegt sein würden hätten wir allerdings nicht gedacht (auf dem Bild unten habe ich quasi noch einen guten Moment erwischt, nachdem gerade DREI weitere Autos -davon ein Sprinter- grade gute 20 Minuten gebraucht haben um wegzufahren, die müsst ihr quasi noch zum Bild dazurechnen). Man sollte einfach in zweiter oder dritter Reihe parken und seine Zimmernummer im Auto liegen lassen – damit Nachbarn, die wegfahren wollen einfach klingeln können damit man sie rauslässt… (Die Kommunikation und Schlüsselübergabe erfolgte übrigens nur über einen knarzenden Lautsprecher)

Wir hatten ein Apartment von „Typ A“, also das kleinste, was eigentlich vollkommen ausreichend ist, wenn man sowieso ständig unterwegs ist. Beim Gang ins Bad kam dann der erste Eindruck: ein dickes schwarzes Haar vom Vormieter begrüßte mich zunächst in der Dusche, gefolgt von etwa 8 anderen, überwiegend die der gekräuselten Art… Wirklich geputzt wurde hier wohl nicht. Naja, erstmal wieder raus, wir hatten ja was vor.

Als wir später am Abend zum Zimmer zurückkehren wollten folgte der nächste Scheiß-Moment. Der Parkplatz war so voll, dass man fast direkt in der Einfahrt hätte stehen bleiben müssen. Jeder Winkel war vollgestopft. Wir parkten dann einige Geh-Minuten entfernt für 10€ die Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz. Entsprechend schlecht gelaunt wollten wir uns dann noch schnell abduschen und stellten dann fest, hier liegen nicht nur Schamhaare rum, auch die Fugen der Dusche sind komplett durchgeschimmelt, überall lag dicker Staub. Auch in der „Küche“, z.B. auf den seit einem Jahr abgelaufenen Gewürzen und allen Schränken und Ablagen im Raum. Igitt! Natürlich haben wir die Vermieterin am nächsten Tag direkt aufgesucht und auf die Umstände angesprochen.

Ihr Lösungsvorschlag war zunächst, dass wir das Auto doch einfach mittendrin stehen lassen sollten. Wenn jemand raus wolle könne er ja dann bei uns klingeln. Auf unseren Einwand, dass wir ja aber auch gerne zu Fuß in die „15-20 Gehminuten entfernte Stadt“ gehen würden erwiderte sie, dass wir ihr ja unseren Autoschlüssel geben könnten, dann fährt sie das Auto notfalls einfach für uns weg. Ganz ehrlich – ich war fassungslos! Wie kann man an so was überhaupt nur denken?? Auf unser Staub/Schamhaar/Schimmel-Argument wusste sie nicht viel zu sagen. Ein anderes Zimmer hätte sie jetzt nicht für uns. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass wir nur die eine Nacht bezahlen und sofort abreisen würden (noch eine Nacht wollte ich da nicht verbringen!). Sie war einverstanden, händigte uns aber nur nach beharrlichem Drängen eine Rechnung aus damit wir nachweisen konnten, dass wir überhaupt bezahlt haben und sie mit der Stornierung der restlichen Tage einverstanden war.

Für 3 Nächte hätten wir übrigens 230€ (2 Personen) bezahlt. Nachdem wir in unser altbekanntes „Motel One“ zurückgeflüchtet sind, in dem zum Glück doch noch kurzfristig Zimmer frei wurden, zahlten wir für 3 Nächten den selben Preis!! Eigentlich ein Witz! Dort konnten wir unseren restlichen Aufenthalt zumindest noch genießen.

Salzburg_Regen

Aber wir hatten auch viel Spaß! Wir haben Freunde besucht, mit ihrem entzückendem Nachwuchs fleißig Duplo gespielt und anschließend auch noch ein wenig „Siedler“ mit den Eltern 🙂 Am Sonntag kamen dann auch noch Freunde aus München dazu, wir flanierten durch die verregneten Straßen, genehmigten uns eine Stärkung in meinem Salzburger-Lieblings-Cafe und Abends waren wir noch lecker indisch essen. Zum Abschluss saßen wir noch in einem hübschen irischen Pub und genehmigten uns ein paar Bier und Whiskys. Das half mir zwar am nächsten Morgen nicht beim Aufstehen, aber ein Frühstück – wieder in meinem Lieblings-Cafe – brachte mich wieder auf die Beine. Immerhin schien an diesem letzten Tag doch noch die Sonne und wir konnten zumindest noch einen leckeren Reismilch-Latte in der Sonne genießen und noch eine Runde an der Salzach drehen bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten.

In den nächsten Tagen möchte ich euch dann noch von den veganen Anlaufstellen erzählen, an denen ihr Kaffee, Kuchen und Deftiges finden könnt. Fürs erste mache ich aber Schluss – draußen ist es super schön und heiß, ich geh jetzt an den See! 🙂

2 comments on “Salzburg Diary

  1. Wow! Das klingt ja wie in einer dieser RTL Doku-Test-Soaps.
    Ich dachte immer, so etwas gibt es in „Echt“ gar nicht. 😉
    Gut, dass die Menschen, ein Storno und ne Runde Siedler sowas wieder wett und vergessen machen…
    Ich bin gespannt wie es nach diesem Anfang des Grauens weiter geht. Kann ja eigentlich nur besser werden.
    Ich mag mein Essen gern ohne Haare ^^

    Gefällt 1 Person

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