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O-o-overshoot!

Wir unterbrechen diesen Blog für eine wichtige Durchsage! Sie werden es schon gehört haben, heute ist der offizielle „Erdüberlastungstag“. Das bedeutet folgendes:

Wir haben bereits heute schon alle natürlichen Ressourcen unseres Planeten verbraucht, konsumiert, abgeholzt oder gegessen, die wir im selben Jahr hätten reproduzieren können. Wir leben quasi schon auf Pump, unser Konto gilt ab sofort als überzogen! Diesen Zeitpunkt erreicht die Erde immer früher – im Jahr 2000 konnten wir diesen Tag noch bis zum 01. Oktober rausschieben. Im Jahr 1987 erreichten wir diesen Punkt erst am 19. Dezember. Um ihren aktuellen Bedarf zu decken würde die Menschheit 1,6 Erden benötigen!

Und nicht nur das: für Deutschland war dieser Tag eigentlich schon am 29. April! Denken Sie mal darüber nach, meine Damen und Herren, ist das nicht unglaublich?! Würde die ganze Welt so konsumieren wie Deutschland bräuchten wir sogar schon 2,5 Erden pro Jahr!

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Wie wird der „Earth Overshoot Day“ berechnet?

Die Fähigkeit der Erde, die von Menschen verbrauchten Ressourcen zu erneuern und Schadstoffe abzubauen, nennt man „Biokapazität“. Dieser errechnete Wert wird dem weltweiten ökologischen Fußabdruck gegenübergestellt, der angibt wie viele natürliche Ressourcen vom Menschen verbraucht werden. Verbrauchen wir mehr, als die Erde erneuern kann, spricht man vom „Overshoot“, also der ökologischen Verschuldung. Alles, was wir jetzt noch verbrauchen und verdrecken kann die Erde nicht mehr ausgleichen.

Was hat das für Folgen?

Die Folgen sind zahllos und im Grunde ja bereits jedem bekannt. Ein paar davon sind z.B.:

  • Übersäuerung der Meere
  • Süßwassermangel
  • Wälder verschwinden
  • Aussterben von Tieren und Pflanzen
  • Extreme Wetterschwankungen
  • Versteppung von Landschaften

Unter den Folgen leiden natürlich wieder vor allem die ärmeren Länder, die unseren gedankenlosen Konsum voll ausbaden müssen.

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Was kann man dagegen tun?

Bewusster leben und konsumieren! Das geht eigentlich ganz einfach und es macht sogar richtig Spaß sich immer neue Methoden zur Müllvermeidung einfallen zu lassen! Aber auch auf unseren Tellern muss ein Umdenken stattfinden!

Für mehr Grün auf den Tellern!

Fleisch und tierische Produkte sind Ressourcenfresser! Um sie herzustellen werden große Mengen an Lebensmitteln verbraucht, mit denen man viel mehr Menschen hätte ernähren können! Außerdem verbraucht die Produktion Unmengen an Frischwasser und ist verantwortlich für ein extremes Ausmaß an Umweltverschmutzungen!

-> Filmtipp: Cowspiracy (solltet ihr Netflix haben – dort ist er auch zu sehen!)

Wrapped in plastic

Jeder, t´schuldigung, Scheiß ist heutzutage in Plastik gewickelt! Spielt dieses Spielchen nicht mit! Ich weiß, man kauft schnell mal unbewusst ein Teil und denkt sich an der Kasse „Ach Mist… ist ja schon wieder so beschissen eingepackt!“.

Versucht so oft wie möglich beim Einkaufen drauf zu achten. Cherrytomaten sind zwar so superpraktisch zu essen aber fast IMMER nur in einer Plastikpackung erhältlich. Dabei liegen 30cm weiter evtl. lose, nur halt mit Strunk. tomatoes-369842_960_720Oder man nimmt dann um Himmels Willen halt die normalgroßen Tomaten. Der Erde zuliebe.

Brot muss man auch nicht unbedingt in Plastik kaufen. Entweder man nimmt es frisch vom Bäcker, evtl. in einer Papiertüte, oder man backt für wenige Cents einfach selber eins – der Aufwand ist gar nicht so groß, ehrlich!

Und so ein simples Ding wie ein Einkaufsnetz erspart euch im Supermarkt auch die fiesen Plastiktütchen in der Obst & Gemüseabteilung. Könnt ihr selber machen, gibt’s aber auch zum Kaufen – und kann immer wieder verwendet werden!

Wasser (bzw. Getränke allgemein) in der Plastikflasche ist überall erhältlich – und furchtbar unnötig! Denn trotz Pfandsystem benötigen Plastikflaschen wahnsinnig viele Ressourcen und Energie um hergestellt bzw. recycelt zu werden. Spart euch das! Kauft eure Getränke in Glasflaschen – oder legt euch eine eigene To-Go Flasche zu und füllt sie direkt am eigenen Wasserhahn! Das ist nicht nur umweltfreundlicher sondern schont auch euren Geldbeutel!

-> Shopping-Tipp: Soulbottles – trendige Glasfalschen für unterwegs

Coffee-to-Go ist für viele unverzichtbar. Wie wäre es denn mit einem stylischen Kaffee-Becher zum immer wieder benutzen? Diese kleinen, fiesen Plastikbecher sind nämlich das blanke Grauen für unseren Planeten!

-> Shopping Tipp: Green your Life, To-Go Kaffeebecher aus Bambusfasern

Und auch die berühmten Kapseln für eure Kaffeemaschine sind im Grunde das pure Böse! So ewig lange dauert ein frisch gebrühter Kaffee auch nicht und ihr tut der Umwelt damit richtig was Gutes! (Ein eingeschränkter Kaffee-Konsum übrigens auch 😉 )

 

 

Upcycling, wiederverwerten und reparieren

Nachhaltige, faire Mode kaufen ist schon mal ein guter Anfang! Getragene Kleidung in Second-Hand-Shops bringen (oder von dort zu beziehen) ist auch eine tolle Sache, genau wie kleine Fehler einfach mal fix selber zu reparieren oder, wer kann, mal der Freundin oder Mutti vorbeibringen, die einem vielleicht helfen kann.

Was nicht mehr zu retten ist kann aber auch ein zweites Leben finden. Z.B. als Putzlappen oder auch, grob zusammengenäht, als wiederverwertbare Wattepads.

-> Basteltipp: Kosmetikpads selber nähen

Die Liste ließe sich noch endlos erweitern. Dinge wie „Licht aus, wenn ihr aus dem Raum geht“ oder „Das Auto öfter mal stehen lassen“ erwähne ich jetzt nicht extra, ihr seid ja nich doof 😉

Viele Möglichkeiten um nachhaltiger und ressourcenschonender zu leben findet ihr ja eh hier in meinem Blog bzw. werdet ihr in Zukunft auch weiterhin finden. Und wer hier liest tut dies ja eh, weil er sich für ein veganes, nachhaltiges Leben interessiert. Ob es jetzt die plastikfreie Zahnbürste ist, der Umstieg von herkömmlichen Shampoos auf Seifen, umweltfreundlich verpackte Gewürze oder ein selbstgemachter Haushaltsreiniger, es gibt noch viele, viele Dinge, mit denen man der Erde ein kleines bisschen unter die Arme greifen könnte.

Und das sollten wir alle dringend tun!

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5 comments on “O-o-overshoot!

  1. Pingback: Auf dem absteigenden Ast – Earth Overshoot Day 2017

  2. Ein GANZ toller Beitrag, liebe Sue!!! Ich bin auch immer wieder schockiert über die Mengen an Plastik überall! Es muss sich was ändern! Ganz liebe Grüße

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  3. Toller Artikel. Kaffee ist allerdings auch ein Ressourcenfresser. 😉 Also besser nicht jeden Tag trinken.

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  4. Ein sehr interessanter und zum Nachdenken anregender Beitrag. Ich habe darüber auch einen Artikel in der Zeitung gelesen und ich bin schockiert! Wir müssen dringend die Handbremse ziehen…für unsere Kinder und uns!!

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