Letztes Wochenende hatte ich ein wenig Zeit für mich und war mal ein wenig am Buchstaben in den Rechner hacken. Dabei ist der ein oder andre Beitrag für euch rausgesprungen, zum Teil auch wieder ein paar Grundsätzliche Dinge, die ich mir einfach mal vom Herzen tippen wollte. Ich hoffe Das stört euch auf einem eigentlichen „Test-Blog“ nicht 🙂 Heute gibts aber erstmal wieder ein paar Produkte für euch, ganz im Sinne von „Herbivor testet“.

Über die letzten Monate hinweg habe ich diverse Creme Deos von drei verschiedenen Anbietern ausprobiert und möchte euch heute mein Fazit dazu vorstellen. Grundsätzlich muss ich sagen, dass alle drei für den Alltag absolut geeignet sind und die Unterschiede hier nur sehr fein ausfallen.

Die wichtigsten Gemeinsamkeiten gleich mal vorab: Diese Deos verhindern nicht, dass man schwitzt, sie verhindern nur, dass man müffelt und sich unwohl fühlt. Außerdem werden sie alle recht weich, wenn sie großer Hitze ausgesetzt werden, im sommerlich-erhitzten Badezimmer können sie sogar flüssig werden. Das betrifft besonders das Sauberkunst-Deo, da es von Haus aus am weichsten ist. Schmidt´s Deo blieb hier noch am stabilsten. Gemeinsames Manko: die Deos lassen sich nur schwer mit den Fingern aus den Dosen popeln, entweder weil sie anfangs zu fest sind oder man die Pampe dann unter den Nägeln kleben hat. Eine kleine Spachtel wäre hier also empfehlenswert. Ich persönlich verwende einfach die Rückseite meiner Pinzette, das tut´s auch.

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Sauberkunst

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Am längsten verwende ich nun schon das Sauberkunst Deo „Lavendeltraum“, das nach – Überraschung – Lavendel und einem Hauch süßer Orange duftet. Die fluffige Creme enthält beruhigende und feuchtigkeitsspendende Bio-Sheabutter sowie Bio-Kokosöl, dass ja bekanntlich selbst schon eine desodorierende Wirkung hat. Das enthaltene Mandelöl soll die Haut pflegen. Weitere wichtige Punkte wären:

  • es ist vegan und tieversuchsfrei
  • enthält keine Aluminumsalze oder Zinkoxid
  • ohne Farb- und künstliche Konservierungsstoffe
  • es werden naturreine Duftöle verwendet

Inhaltstoffe:
Cocos Nucifera Oil¹, Bytrospermum Parkii Butter¹, Prunus amygdalus dulcis Oil, Sodium bicarbonate², Maranta Arundinacea powder¹, Silica, Tocopherol (Vitamin E), Parfum (Cinnamal, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Limonene, Linalool, Coumarin, Citral)      

¹ Bioqualität
² Lebensmittelqualität

Erwähnenswert laut Codecheck wären hier zumindest zwei Stoffe, was im einzelnen eher die Duftstoff-Allergiker betreffen wird: Coumarin, ein sekundärer Pflanzenstoff der einen würzigen Duft verbreitet. In größeren Mengen ist dieser wohl gesundheitsschädlich. Außerdem Cinnamal, ebenfalls ein Duftstoff, der z.B. in Zimtrindenöl oder Lavendelöl vorkommt und einen zimtigen Duft verbreitet. Der Stoff wird in etlichen Kosmetikprodukten sowie auch in der Lebensmittelindustrie als Gewürz verwendet, kann aber bei einigen Menschen Allergien auslösen. Z.B. las ich schon vor der Warnung, er könne als Deo Ekzeme in der Achselhöhle auslösen. Ich persönlich habe allerdings keinerlei negativen Erfahrungen mit diesem Creme Deo gemacht, weder in Form von Ausschlag, Juckreiz oder Brennen.

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Das Deo ist sehr ergiebig, nur eine Fingerspitze voll reicht vollkommen aus. Durch die weich-cremige Konsistenz lässt es sich auch super auf der Haut verteilen. Ich fühlte mich mit diesem Produkt auf jeden Fall sehr wohl, der leicht lavendelige Duft ist angenehm und selbst an extrem heißen Tagen in praller Sonne konnte ich keinen unangenehmen Schweißgeruch an mir feststellen. Auch meine zur Ehrlichkeit ermutigte Freundin empfand mich nicht als müffelnd 😀 Sie verwendet das Deo inzwischen auch selbst.

Ihr könnt das Deo übrigens auch an den Füßen anwenden, was ich bisher noch nicht getestet habe weil ich den Tipp eben erst gelesen habe. Ist aber ne gute Idee, werde ich ausprobieren!

Wird das Deo allerdings zu warm wird es sehr flüssig und auch leicht krümelig im Anschluss. Darum ist nun auch der Rest, der noch in der Dose ist, etwas gröber als das ursprüngliche Produkt. Hat aber keinen Einfluss auf die Wirkung.

Erhältlich sind die Sauberkunst Creme-Deos in der 10ml Probiergröße für 2,90€ oder 50ml für 11,90€. Sie sind zwar nicht in Plastik verpackt, allerdings in einer Alu-Dose, was leider auch nicht unbedingt ideal ist. Aber immerhin ist der Aufkleber aus einer Ökohaftfolie mit veganen Farben bedruckt. Das ist doch was.

Schmidts

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Das Creme Deo mit Ylang-Ylang und Ringeblumenduft erhielt ich bei meiner letzten Bestellung bei Allforeves als Probiergröße dazu – an dieser Stelle: vielen lieben Dank an Eva! Es ist von allen getesteten Deos das festeste und ich hatte erst Sorge, das würde sich auf die Anwendbarkeit ausüben. Dem ist aber nicht so. Wenn ihr eine, etwa erbsengroße, Portion mit einer Spachtel entnehmt und kurz zwischen euren Fingern verreibt, wird es schnell cremig und lässt sich ganz leicht unter den Achseln verteilen.

Der Duft ist sehr dezent, der Schutz allerdings wirklich gut. Das Deo ist nicht nur vegan sondern ebenfalls Tierversuchs-Frei und soll nicht nur schlechten Gerüchen vorbeugen sondern auch Feuchtigkeit absorbieren, auf ganz natürliche Weise. Es wirkt antibakteriell und beruhigt die Haut. Reizungen oder Brennen, z.B. nach dem Rasieren, konnte ich auch noch nicht feststellen. Aluminiumsalze oder Konservierungsmittel sind nicht enthalten.

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Inhaltsstoffe:
Butyrospermum parkii (Shea Butter), Sodium bicarbonate (Natron), Maranta arundinacea powder (Pfeilwurzpulver), Theobroma cacao seed butter (Kakaobutter), Tocopherol (Vitamin E), Calendula officinalis essential oil (Ringelblumenöl), Cananga odorata essential oil (Ylang-Ylang-Öl), Humulus lupulus extract (Hopfen Extrakt)

Codecheck.info hat dieses Produkt leider noch nicht auseinander genommen, aber ich habe die einzelnen Bestandteile dort überprüft und es handelt sich dabei ausschließlich um empfehlenswerte Inhaltsstoffe.

Die Probiergröße kommt zwar in einer Kunststoff-Dose, kauft ihr aber die normale Größe von 58g für 10€ in einem hochwertigen Glastiegel und erhaltet auch eine kleine Spachtel dazu. Sehr cool finde ich übrigens Schmidt´s Recycling Club, der bisher leider nur in den USA funktioniert, wo die Produkte hergestellt werden. Sammelt ihr dort 5 dieser aufgebrauchten Tiegel könnt ihr diese kostenfrei an den Hersteller einsenden und erhaltet dafür einen gratis Deo eurer Wahl als Dankeschön. Tolle Sache! Könnte man hier ruhig auch mal einführen.

Bisher punktet dieses Produkt bisher am meisten bei mir, aufgrund seiner wirklich tollen Inhaltsstoffe und der Glasverpackung! Die Bewertungs-Punkte für Verpackung habe ich hier übrigens für die herkömmliche Größe vergeben, also für das Glas. Beim Probe-Set mit Kunststoffverpackung müsste ich einen Punkt abziehen.

Manna

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Zum Abschluss habe ich noch das Creme Deo Streichelnde Briese von Manna für euch getestet. Auch hier wird das Schwitzen nicht unterdrückt, aber unangenehme Gerüche durch das Beseitigen von Bakterien und den Einsatz natürlicher, ätherischer Öle verhindern. Manna glänzt ja grundsätzlich durch seine sehr ausführlichen Informationen, was ich ausgesprochen sympatisch finde. Z.B. informieren sie ausführlich darüber, warum sie auf Palmöl verzichten und auf was ihr so grundsätzlich beim Verwenden des Deos beachten solltet.

Zum Beispiel wird darauf hingewiesen, dass bei der Umstellung von aluminiumhaltigem Deo auf natürliche Deos eine Gewöhnungsphase eintreten kann, auf die der Körper mit Rötungen oder Juckreiz reagieren kann, was zum Entgiftungsprozess dazugehört. Evtl. werdet ihr in dieser  Zeit öfter duschen müssen.

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Außerdem wird vor möglichen Allergien gewarnt:

  • bei Latexempfindlichkeit kann die Sheabutter dafür verantwortlich sein
  • bei ätherischen Ölen können die allergieerregenden Komponenten die Ursache sein
  • Backsoda kann in Verbindung mit einem stark säurehaltigem Schweiß eine chemische Reaktion auslösen (was auch die Folge der Entgiftung sein kann)

Außerdem solltet ihr die Deos aufgrund der enthaltenen ätherischen Ölen nicht während der Schwangerschaft oder der Stillzeit verwenden.

Die Vorteile der Streichelnden Briese werden folgendermaßen beschrieben:

  • die enthaltene Sheabutter und das Kokosöl spenden Feuchtigkeit und wirken heilend  und pflegend
  • das ätherische Rosmarinöl hat eine antibakterielle, hautberuhigende Wirkung
  • Maisstärke nimmt Feuchtigkeit auf ohne die Poren zu verstopfen
  • ätherisches Weihrauchöl wirkt beruhigende, antimikrobiell und entspannend
  • Backsoda wirkt antibakteriell und neutralisiert unangenehme Gerüche
  • ätherisches  Eukalyptus erfrischt euch

Inhaltsstoffe:
Sheabutter, Maisstärke, Natron, Kokosöl, ätherisches Geranienöl, ätherisches Rosmarinöl, ätherisches Weihrauchöl, Eukalyptus, Geraniol *, Citronellol *, Limonene*, Linalool *

*Natürliche Inhaltsstoffe des ätherischen Öls

Die Wirkung ist auch hier ok, an heißeren Tagen habe ich mich mit den anderen beiden Produkten allerdings irgendwie besser gefühlt. Der Geruch war nicht so ganz meins, ich hatte mir aufgrund der Beschreibung etwas mehr versprochen. Ist ja aber Geschmackssache. Es lies sich auch leider nicht so gut verteilen, trotz vorherigem Verreiben zwischen den Fingern. Irgendwie fiel mir die Anwendung hier schwerer. Und auch hier haben wir das Manko, dass das Deo in einer kleinen Alu-Dose verkauft wird. Entweder 15ml für 5,90€ oder 50ml für 12,90€, womit Manna hier das teuerste Produkt ist.

Mein Preis-Leistungs Favorit hier ist also klar das Schmidt´s Naturals Produkt, vor allem, da man dieses im Glastiegel bekommt. Durch den unauffälligen Duft könnt ihr hier auch noch problemlos ein Parfüm oder ähnliches verwenden. Platz zwei wäre aufgrund der leichteren Anwendung und des Duftes der Lavendeltraum von Sauberkunst. Hier solltet ihr zusätzliche Düfte evtl. auf den Lavendelduft abstimmen. Abraten würde ich euch von keinem, ich glaube hauptsächlich spielt hier der persönliche Geschmack eine Rolle.

Deo1

3 comments on “Creme Deos

  1. Pingback: CYR Naturseifen – handgesiedet, individuell & natürlich

  2. Oh, Deo ist echt schwer. Besonders für Sportler, ein echt schweres Thema. Hört sich aber echt brauchbar an.

    Gefällt 1 Person

    • Also das von Sauberkunst und Schmidts hat auf jeden Fall schon mal dem Test während Bogen-Parcours-Runden bestanden. Das heißt: 5-6 Stunden bei ziemlich heißen Temperaturen wechselweise im schwülen Wald oder in praller Sonne Böschungen hoch und runter kraxeln. Klar, man schwitzt, aber geruchstechnisch hat das echt super gepasst!

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