Rezepte

Vanille“kipferl“

Vanillekipferl sind langweilig, immer das letzte, das ich mir aus einer Schüssel mit Keksen nehme… bis mir meine Freundin mal ein paar von IHREN Kipferln mitgebracht hat – und die waren wirklich absolut köstlich!

Klar musste ich das nun auch selbst versuchen. Alle Küchenutensilien hatten schon wieder Tränen in den Augen als sie das hörten. Ja ich gebe zu, eine Küchenfee bin ich nicht. Aber ich wurschtel mich schon irgendwie durch und am Ende kann man es meist essen. Das zählt für mich schon als Erfolg.

Also, Rezept geben lassen und ausprobiert. Gleich in größerer Menge, dann kann man gleich noch ein paar mit verschenken und eine Schüssel davon auf der Arbeit anbieten. Ein Kilo Mehl sollte reichen. Tat es.

kipferl4.jpg

Ich hatte meine Teigmasse in zwei Hälften geteilt und die zweite Portion erst am nächsten Tag verarbeitet. Beim ersten Versuch kam etwas dabei heraus, was ich liebevoll „Vanillebrocken“ nenne. Ich habs versucht, wirklich versucht. Gerollt, geformt, drapiert, wieder zurückgenommen, neu gerollt… es wurde einfach nix.

Das Ende vom Lied war, dass ich einfach kleine Laibe aus dem Teig geformt habe, die in handlich-essbarer Form enden sollten. Hat soweit geklappt, nur schön ist halt anders. Etwas Puderzucker drauf und so tun als wäre es Absicht gewesen.

Am nächsten Tag wollte ich dann noch auf die Schnelle eine Kipferl-Form organisieren, aber ich wurde natürlich nicht fündig. Also hab ich halt einen Halbmondförmigen-Ausstecher zur Hilfe genommen – was zu Protesten seitens Stefan führte „Kipferl sticht man nicht aus!!!“ Jaaa…. mir egal! Dann sind es halt Vanille-Kekserl, so!

Die Nacht im Kühlschrank hat natürlich erstmal dazu geführt, dass der Teig geschmollt hat und mir nicht nur eine kalte, sondern auch sehr harte Schulter zeigte. An Ausrollen und Ausstechen war so nicht zu denken. Ich habe ihn zur Wiedergutmachung liebevoll in eine Schüssel gepackt und ein wenig vor dem Ofen mit ihm gekuschelt, dann war er wieder kooperativ gestimmt und hat sich ohne Widerworte von mir ausrollen lassen. Guter Junge.

kipferl7

Tatsächlich war dieser Teig dann viel besser zu Verarbeiten als der vom Vortag. Lag bestimmt an der Liebe, ich bin mir ziemlich sicher. Rückblickend denke ich, dass ich so auch Kipferl draus hätte formen können, aber der Zug war für mich nun abgefahren. Ich hab also fleissig ausgestochen und nochmal weitere 4 Bleche gebacken. Diesmal mit einer erkennbaren Form. Nur etwas dicker hätte ich sie machen sollen. Naja, merken, fürs nächste Mal.

Nachdem ich sie dann erstmal über Nacht in einem kalten Zimmer hab auskühlen lassen konnte ich sie dann entsprechend einpacken und in meine Keksdosen umfüllen. Bzw. die zum Verschenken gleich in Gläser drapieren. Hier hatte ich noch eine Stiege an simplen Einmachgläsern, etwas Backpapier und ein weihnachtliches Geschenkband. Zunächst wollte ich die „hübschen“ verschenken, fand die Vanille-Brocken dann aber auch irgendwie charmant und hab gemischt. Wer mich kennt erkennt mich darin sicher auch wieder 😉

 

So, nun aber noch das Rezept (in seiner ursprünglichen Mengenangabe):

Zutaten

250g Mehl (wir hatten ein 1050er Dinkelmehl von Alnatura)
180g Bio-Alsan
100g gemahlene Mandeln
90g Zucker
1 Vanilleschote
etwas Puderzucker und Vanillezucker zum Bestreuen

Zubereitung

Alle Zutaten gut miteinander vermengen, den Teig einwickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank schmollen lassen. Anschließend die Brocken, Kipferl oder was auch immer formen und für 20 Minuten bei 175°C in den Ofen schieben. Anschließend gleich in Puderzucker wenden bzw. damit bestäuben.

Ich hab auf Stefans (Mann, ich wünschte ich hätte so nen coolen Blog-Spitznamen für ihn wie Sherry für ihren „Mr. Greeny :D) Rat hin noch etwas Vanillezucker unter den Puderzucker gemischt.

PS1: Frisch aus dem Ofen sind die Dinger noch ziemlich fragil und brauchen etwas Vorsicht und Zärtlichkeit. Das gibt sich nach dem Auskühlen allerdings, dann vertragen sie es auch härter.

PS2: Wenn ich mir das jetzt so angucke, nächstes Mal machen ich vielleicht einfach „Taler“, also so runde Dinger, aber auch eher so dick wie die Brocken, die sind nämlich geschmacklich und knusper-technisch am leckersten zu essen.


Nachtrag: Auf der Arbeit wurden die „Kekserl“ heute hoch gelobt und man konnte gar nicht fassen, dass das was veganes sein soll 😉

5 comments on “Vanille“kipferl“

  1. Haha, das ist zu gut.^^ Ich fühle wirklich mit dir.
    Ich habe vor ein paar Tagen versucht glutenfreie Vanillekipferl zu backen…Man konnte sie essen. 😉
    Deine Kipferl sehen aber richtig gut aus, besonders die opulenten Brocken.

    Gefällt 1 Person

  2. Die sehen doch total schön und lecker aus, Sue!! Voll die gute Idee mit dem Halbmond-Ausstecher!! Ich hab meist auch kein Bock aufs Kipferl-Formen, weshalb ich ja die Vanille-„Röschen“ kreiert habe, geht halt einfacher 😉

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  3. Mjam, diese Vanille-Brocken sehn ja ziemlich geil aus!

    Gefällt 1 Person

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