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Was du nicht willst, dass man dir tu…

stell

Stell dir vor jemand kommt und nimmt dir deine Tochter weg. Einfach weg. Er sperrt sie mit einem Haufen anderer junger Mädchen in einen Raum. Wenn sie Glück hat kann sie auch im Haus umherlaufen. Wenn sie Pech hat steht sie Tag für Tag, Schulter an Schulter neben den anderen Mädchen und starrt an die Wand.

Bis sie kommen. Sie kommen und missbrauchen sie. Mit ihren Armen und Händen, mit kalten Metallstangen. Sie schwängern sie mit dem Samen eines Fremden, den sie sich zuvor auch gestohlen haben. Sie zwingen sie und all die anderen Mädchen ein Kind auszutragen. Ein Kind, das man ihr gleich nach seiner Geburt wegnehmen wird.

Eure Tochter wird schreien und weinen, sie wird um ihr Kind flehen. Tagelang. Aber sie wird es nicht wieder bekommen, wie auch ihr eure Tochter nie wieder bekommen werdet. Bekommt sie einen Sohn wird er bald schon getötet werden. Ist es eine Tochter wird auch sie mit anderen Mädchen weggesperrt.

Sie werden ihr Baby zwingen zu essen, wenn es das nicht freiwillig tut. Sie werden den kleinen Kindern die Köpfe in Schüsseln mit wässrigem Brei drücken wenn sie sich weigern. So lange, bis die jungen Mädchen gerade mal alt genug sind selbst Kinder zu bekommen. Dann ergeht es ihnen wie eurer Tochter. Wieder und wieder, jedes Jahr aufs Neue.

Kaum hat man eurer Tochter die Kinder genommen wird sie wieder gezwungen eines auszutragen. Und man wird es ihr wieder stehlen. Immer wieder. Jahr für Jahr.

vielleicht

Vielleicht hat eure Tochter Glück und gehört zu den wenigen, die besser behandelt werden als die meisten. Vielleicht darf sie zum Fenster raussehen. Vielleicht darf sie im Haus umher gehen. Vielleicht wird sie wenigstens nicht geschlagen, getreten und geschnitten. Vielleicht. Sicher könnt ihr nie sein. Ihr werdet es nie erfahren.

Vielleicht ist es ein Trost für euch, dass es nicht lange dauern wird. Ein paar Jahre vielleicht. Bis eure Tochter zusammenbricht. Bis sie es nicht mehr erträgt noch ein weiteres Kind genommen zu bekommen. Bis sie so nicht mehr leben kann, nicht einmal mehr aus eigener Kraft stehen kann. Vielleicht ist es euch dann ein Trost zu wissen, dass man sie töten wird. Vielleicht.

Eure Enkel und Urenkel werden für sie weiter machen. Bis auch sie ihr Ende im Tod finden dürfen. Man wird sie mit Medikamenten durch die Jahre bringen. Man wird ihre Gene so verändern, dass ihre Brüste immer größer und schwerer werden. Sie werden schmerzen, sich entzünden. Sie werden so voll mit Milch sein, dass sie kaum mehr liegen können.

Aber das kümmert ihre Peiniger nicht. Sie haben sie ja nun erschaffen. Sie haben dafür gesorgt, das all die Kinder und Kindeskinder auf der Welt sind und nun sind sie ihr Besitz. Ihr Eigentum. Sie werden ihnen jeden Tag die Milch aus den schmerzenden Brüsten pumpen. Es wird nie genug sein. Und sie darf nie versiegen. Wer nicht mehr profitabel ist wird mit dem Tod belohnt. Tag für Tag, Jahr um Jahr. Sie zwingen ihnen ihren Willen auf. Sie nehmen ihnen ihre Kinder. Sie sperren sie ein und nennen es gnädig, wenn sie dabei nicht angekettet werden. Sie behaupten sie zu lieben. Trotz der Qualen, die sie ihnen zufügen. Trotz der Vergewaltigungen. Trotz alldem.

recht

All das passiert euren Töchtern, euren Enkeln, euren Urenkeln. Weil irgendwo ein Fremder, dem ihr nie ein Leid zugefügt habt, sagt, er braucht unbedingt Milch für seinen Kaffee. Weil er sagt, er könne ohne Käse nicht leben. Weil er sagt, dieser Zustand sei normal. Es sei legal. Es sei schon immer so gewesen. Es beträfe nur ihn persönlich.

All das passiert euch und all euren Kindern. Und niemanden schert es. Denn ihr seid keine Menschen. Ihr seid nur Tiere. Ihr seid nur Kühe. Und damit habt ihr jedes Recht auf Glück verwirkt.

stall

“Von glücklichen Kühen…”
Pflanzenmilch-Check: Teil 1
Pflanzenmilch-Check: Teil 2

4 comments on “Was du nicht willst, dass man dir tu…

  1. Oh, ich bin gerührt, erschüttert, erstaunt ich bin schon oft umgestiegen auf Alternative Produkte doch manchmal esse ich noch ein Stück Käse. Dieser so gut geschriebene Artikel hat mich wieder mal wach geschüttelt.
    Danke für diesen Einblick

    Gefällt 1 Person

  2. Wow, das hast du wirklich toll geschrieben! Ich finde das auch wirklich sehr schrecklich und muss sagen dass der Schritt zur Veganen Ernährung die beste Entscheidung meines Lebens war und ich jetzt sagen kann ein reines Gewissen zu haben. Das erfüllt mich wirklichr und gibt mir ein Gefühl der inneren Zufriedenheit weil ich damit jeden Tag etwas Gutes tue! #govegan

    Gefällt 2 Personen

    • Danke dir. Mir gingen die Worte so jetzt schon seit Tagen irgendwie durch den Kopf, weil ich ja jeden Morgen an diesem „Von glücklichen Kühen“-Milchhof vorbei fahren muss (siehe Link unten) und es mich immer wieder beschäftigt. Vor allem dieser Schriftzug zur Straße hin „Home of happy Cows“… mir könnten jedes Mal die Tränen kommen 😦

      Gefällt 1 Person

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