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No-Poo: Bürsten, bürsten, bürsten!

Als Ergänzung zu meinem No-Poo Roggenmehl Beitrag von neulich möchte ich euch heute noch ein wenig über das Thema „Haare bürsten“ erzählen, weil das ein wichtiger Bestandteil der ganzen Geschichte ist.


Nochmal als kurze Zusammenfassung:

Begonnen hatte ich ja mit Vollkorn-Roggenmehl, damit sind meine Haare allerdings nicht so ganz klar gekommen. Inzwischen habe ich mich beim Roggenmehl Typ 1150 eingependelt und wasche meine Haare nun ausschließlich damit.

Stefan ist auch kurzfristig auf Roggenmehl umgestiegen und konnte damit, ganz ohne Umgewöhnungszeit, sofort ein fantastisches Ergebnis erzielen.

Bei mir hat die Umstellung etwa 2 Monate gedauert, was bedeutet: zunächst wären die Haare noch ständig wachsig und steif. Zum einen half die Umstellung auf das feinere Mehl, zum anderen braucht das Ganze auch erstmal ein wenig Zeit. Ganz perfekt ist es im Moment noch nicht, aber schon deutlich besser.

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Roggenmehl-Shampoo mit 3 EL Roggenmehl und ca. 150ml warmen Wasser

Ich habe mir in dieser Zeit einfach mit meinem DIY-Trockenshampoo in den „Pony“-Partien ausgeholfen und ansonsten einfach einen Zopf getragen. Von der Optik her sahen die Haare so auch gar nicht komisch oder gar eklig aus, das Gefühl war halt nicht so dolle, aber ok.

Den größten Unterschied nach der Umstellung hat das gründliche und regelmäßige Bürsten ausgemacht – und genau darum geht es heute!


Warum bürsten?

Eure Kopfhaut produziert ein sogenanntes Sebum, also Talg, welches die Haare schützt, pflegt und vor dem Austrocknen bewahrt. Quasi wie eine körpereigene Haarkur. Damit das richtig funktioniert muss man es natürlich erstmal gleichmäßig im Haar verteilen. Außerdem entfernt ihr so auch noch Schmutzrückstände, wie z.B. auch diese grauen, wachsigen Flusen, von denen ich in diesem Zusammenhang schon öfter gelesen habe. Hab ich übrigens auch in den Haaren, ist ganz normal. Ziel bei der „No-Poo“ Aktion ist es ja utner anderem, die Haare seltener waschen zu müssen. Mit dem regelmäßigen Bürsten ersetzt ihr also auch Haarwäschen.


Welche Bürsten?

Ich selbst benutze zwei Arten, einmal eine gröbere Bürste mit Holzstiften von PARSA, mit der ich echt sehr zufrieden bin und nun auch schon länger benutze. Damit lassen sich die Haare erstmal gut entwirren und Verknotungen lösen. Außerdem regt sie die Durchblutung an und massiert sehr angenehm den Kopf, der am Ende meiner Bürsterei immer so schön kribbelt 😉

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PARSA Holzbürste mit Holzstiften

Nach meinem Umstieg auf Roggenmehl habe ich mir dann noch eine Sisal-Bürste mit Holzgriff bei Original Unverpackt bestellt, für die Feinarbeit: Pflegen, Talg verteilen, Schmutz ausbürsten, Glanz in die Sache bringen. Ich fürchte fast, ich könnte für meine Haare noch eine größere brauchen, aber da ich die Strähnen eh unterteile komme ich auch so ganz gut durch alle Schichten – mit Liebe und Geduld ^^ Da Stefan ja nun auch eine braucht/möchte werde ich vielleicht bei Gelegenheit nochmal eine Nummer größer suchen und diese hier meinem Liebsten überlassen, für den ist sie nämlich ideal.

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Sisal-Bürste mit Holzgriff

Wie bürsten?

Da meine Haare eigentlich recht dick und dicht sind ist es nicht immer so ganz einfach, überall mit der Bürste ran zu kommen und auch wirklich die Kopfhaut auf allen Schichten zu erreichen. Um den Talg allerdings richtig verteilen zu können und die Durchblutung der Kopfhaut in Schwung zu bekommen wäre das natürlich schon wichtig.

Also unterteile ich meine Haare und gehe sie Stück für Stück durch. Ich persönlich teile sie immer in das Deckhaar und in die untere Schicht und dann nochmal in 2-3 Strähnen pro Seite. Dann fange ich von unten an und nehme fertige Partien mit einem Zopfband beiseite.

Zunächst nehme ich die gröbere Bürste zur Hand und arbeite die Strähnen ordentlich damit durch. Anschließend gönne ich mir die Sisal-Bürste, setze möglichst nah am Ansatz an und arbeite mich zu den Spitzen durch – langsam und gründlich.

Ich habe da ziemlich schnell einen tollen Effekt. Selbst wenn die Haare bei Beginn der Bürst-Session noch echt arschig ausgesehen haben werden sie so schnell glatt, geschmeidig und glänzend. Beim ersten Mal war ich echt erstaunt darüber, weil ich dachte „Na, haste halt nen Bad-Hair-Day, kommt vor…“ und plötzlich war die Matte wie verwandelt. Die Haare werden tatsächlich spürbar weich und zart.

Abschließend kämme ich gerne nochmal alles gemeinsam durch und beende mein inzwischen abendliches Ritual mit einigen Bürstenstrichen über Kopf (erst PARSA, dann Sisal), was richtig gut tut. Anfangs mag die ausgiebige Bürsterei vielleicht noch lästig sein, aber für mich wurde sie schnell zu einer liebgewonnen Routine. Außerdem ist das Ergebnis echt überzeugend.

Hier seht ihr meine Haare über Kopf nach vorne gebürstet. Links sieht man am Ansatz noch, dass sie etwas strähnig sind. Das habe ich alles nochmal schön in die Längen eingearbeitet. Rechts seht ihr die Haare, ebenfalls über Kopf, am Ende meiner Bürst-Sesssion. Die Bilder wurden Donnerstag Abend gemacht, zuletzt (mit Roggenmehl) gewaschen habe ich sie Samstag früh, in der Zwischenzeit habe ich sie nur gründlich gebürstet. Also 5 Tage ohne Wäsche! Dafür sehen sie immer noch ganz gut aus oder? Nur für die Pony Partie, die man hier ja jetzt leider nicht sieht, hatte ich zwischendurch etwas Trockenshampoo verwendet. Ich bin ehrlich gesagt selbst begeistert, dass die von unten doch so gut aussehen 🙂 


Die Reinigung der Bürsten

Da eure Bürsten Teil eures „Haarwasch-Vorgangs“ sind, nehmen sie natürlich auch gut Schmutz und Fett auf. Grade der Talg ist natürlich auch ein Nährboden für Pilze und ähnliches. Darum solltet ihr eure Bürste nach jeder Session direkt zumindest grob sauber zu machen um die Rückstände zu entfernen. So alle zwei Monate sollte man die Bürste auch richig reinigen. Hier bieten sich wohl Natron und Essig an, dazu habe ich leider noch keine genauere Beschreibung gefunden. Bisher befreie ich meine Bürsten erstmal mit einem groben Kamm von den Haaren und spüle sie gelegentlich mit lauwarmen Wasser und etwas Schaum von meinen festen Shampoos aus. So oder so, seht zu, dass eure Bürsten möglichst sauber sind, sonst kann man sich den ganzen Spaß auch sparen.


Mein Fazit

Alles in allem ist das regelmäßige Bürsten und seltene Waschen mit Roggenmehl das vermutlich beste, was ich je für meine Haare getan habe. Lange Zeit hatte ich das Problem, dass meine Haare einfach nicht mehr wachsen wollten. Ich habe mir so sehr wieder richtig langes Haar gewünscht, aber es klappte einfach nicht mehr. Seit ich mehr und mehr auf jegliche Chemie und häufiges Waschen verzichte sind sie wie verwandelt, wachsen fröhlich vor sich hin und sehen wieder wunderbar aus, oder was meint ihr? 😉

Haare_sue.jpg
wie man bei Instagram sagen würde: #nofilter

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