Lebensmittel

Oh Lord (of Tofu)! Rührei mit ohne Ei – völlig irre oder eigentlich ganz cool?!

Werbung: selbst gekauftes Produkt

Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei?

In diesem Fall lautet die Antwort: Keins von beiden – es war die Sojabohne! Denn natürlich sind die Lord of Tofu Produkte völlig Huhn- & Ei-frei und bestehen – wer hätt’s gedacht – hauptsächlich aus Tofu! So können Huhn und Ei ungestört weiter existieren. Feines Ding.

Bleibt noch die Frage wie der Spaß schmeckt und ob man das tatsächlich braucht. Ähnlich wie die Vegarnelen (von denen ich euch noch gar nicht berichtet habe wie mir gerade auffällt *g*) ist diese Art von Ersatzprodukt nochmal ein ganz anderes Level als nur pflanzliche Wurst oder Käse. Finde ich.

Im Großen und Ganzen finde ich die Produkte von Lord of Tofu immer ziemlich geil und überwiegend auch recht lecker. Und da ich von Natur aus neugierig bin konnte ich auch nicht am Regal vorbei gehen, als mir zufällig diese Rührei-Alternative ins Auge fiel.

Gesehn – gekauft – gefuttert. 

Aber halt, was ist eigentlich zwischen gekauft und gefuttert passiert?! Zunächst sind in so einer Schachtel vier „Vegan-Eier“ mit insgesamt 200g enthalten, in einer Plastikfolie voneinander getrennt verpackt. Die Eier sind Nicht-Ganz-Daumengroße, gelbliche, weiche Tofu-Knöddel. Zubereiten könnt ihr das Zeug auf dreierlei Art, denn die Eier eignen sich nicht nur für Rührei, sondern können laut Verpackung auch als Spiegelei oder gekochtes Ei verwendet werden. Klingt komisch, aber ok, da hat man immerhin was zu Erzählen!

Wie Rührei

Für das Rührei nehmt ihr die Eier komplett aus der Folie, zerdrückt sie mit einer Gabel und bratet sie mit etwas Öl an. Relativ simpel und das Ganze wurde sogar recht gut. Gewürzt sind die „Eier“ auch schon, ich hab da auch nichts mehr sonst hinzugefügt.

Die Konsistenz war angenehm und Ei-ähnlich, geschmacklich waren sie auch recht lecker. ABER: Man erhält hier so ziemlich das selbe Ergebnis, wenn man sich einfach normalen Tofu mit der Gabel zermatscht. Ich mache das öfter mal, würze den Spaß mit „Yokos Tofugewürz“ und bin absolut glücklich.

Wie ein gekochtes Ei

Hier lasst hier die innere Hülle mit dran und gebt die Eier in einen Topf mit max. 70° C heißem Wasser. Das Ganze dann für 5 Minuten ziehen lassen und aus der Hülle pellen.

Die Konsistenz erinnert tatsächlich an ein gekochtes Ei. Nur halt (leider?) ohne das in der Regel leckere Eigelb. Also irgendwie witzlos. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man diese Variante gut verwenden kann, wenn man z.B. einen Nudelsalat mit „Ei“ machen möchte. Zum Mitbringen auf omnivore Parties könnte das vermutlich sogar als Ei durchgehen. Versuch macht Kluch.

Wie Spiegelei

Hier wird der Begriff „Spiegelei“ relativ großzügig ausgelegt. Ein richtiges Spielelei zeichnet sich ja schließlich durch das eher knusprige Eiweiß und noch flüssige Eigelb aus. Das lässt sich mit diesen Tofu-Knöddeln natürlich nicht faken.

Die Zubereitung sieht folgendermaßen aus: Die „Eier“ in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, mit etwas Öl knusprig anbraten und die Scheibchen mit einem Klecks Senf garnieren.

Klar, das ist natürlich von einem Spiegelei weit entfernt – aber lustigerweise fand ich diese Variante echt lecker und würde sie so auch wieder zubereiten.

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Dreierlei Fake-Ei: Oben das Rührei, links das gekochte Ei und rechts die Spiegelei-Variante

Inhaltsstoffe

Lord of Tofu legen großen Wert auf die Qualität der verwendeten Zutaten, wie ich ja bereits in meinem Beitrag über die Thunfisch-Alternative berichtet habe. Darum stammen auch hier alle mit einem Sternchen markierten Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau (Bioland). Die verwendeten Sojabohnen stammen übrigens zu 100% aus Deutschland – nicht nur die Hühner, auch der Regenwald kann hier also aufatmen 😉

Zutaten:
Tofu* 98%, (Wasser, Sojabohnen*, Gerinnungsmittel: Calciumsulfat), Steinsalz, Gewürze*, Rohrohrzucker*, Verdickungsmittel: Agar-Agar*

Preis

Der Spaß kostet euch 2,59 € – 2,75€ für die 200g Packung. Berücksichtigt man die Qualität der Zutaten und die Tatsache, dass mich das Päckchen echt gut satt gemacht hat (auch ohne sonstige Beilagen) finde ich den Preis absolut angemessen.

Bezugsquellen

Ich habe das Vegan-Ei bei Rewe im Kühlregal gefunden. Dort findet man inzwischen einige Produkte von Lord of Tofu. Ansonsten erhaltet ihr das Teil natürlich auch online, zum Beispiel hier:


Ob man das ganze BRAUCHT steht natürlich wieder auf einem anderen Blatt. Wer es MÖCHTE kann sich hier aber auf jeden Fall was Leckeres zaubern.

vegan - ei.jpg

4 comments on “Oh Lord (of Tofu)! Rührei mit ohne Ei – völlig irre oder eigentlich ganz cool?!

  1. Man beachte bitte auch die liebevolle Senf-Deko. 💚😌 –
    Leben und Leben lassen. Darum geht es doch.✌😉

    Gefällt 1 Person

  2. wenn hauptsächlich tofu drin ist, ist es kein wunder, wenn es sich wie tofu verhält und schmeckt. ich hab nix gegen ersatzprodukte, aber sie sollten dann auch gut gemacht sein. und wenn etwas behauptet, genau wie ei zu sein, dann erwarte ich da schon ähnlichkeit in geschmack und aussehen. aber die dinger sehen ja noch nicht mal nach ei aus…

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    • Sorry, aber dafür, dass du MIR mal gesagt hast, ich würde diese chemische „Pflanzenhaarfarbe“ zu hart bewerten, legst du jetzt aber echt strenge Maßstäbe an ^^

      Hier habe ich ehrlich gesagt nicht den Eindruck, man würde so tun als wäre dieses Zeug „genau wie Ei“. Auf der Verpackung steht ja erstmal groß „FÜR RÜHREI“. So wird es auch in Online-Shops beworben. Und DAS funktioniert auf jeden Fall schon mal sehr gut. Sowohl optisch als auch vom Geschmack her. Alles andere ist zusätzlicher Spaß.

      Dass das „Spiegelei“ optisch keineswegs wie ein ECHTES Spiegelei sein wird, kann man schon dem Bild auf der Verpackung entnehmen, da ist diese Zubereitungsart ja auch abgebildet. Da braucht man dann auch nix anderes zu erwarten.

      Das hier jetzt kein echtes Ei mit Eigelb und flüssigem Eiweiß gefaked wurde finde ich auch nicht weiter schlimm. Und hätte ich anhand der Bezeichnung / Verpackung auch keineswegs vermutet.

      Ich kann dich dann allerdings schon mal vor den Lord of Tofu „Vegarnelen“ warnen, über die ich erst noch schreiben muss; die sehen nämlich weder wie echte Garnelen aus und auch vom Geschmack her würden sie niemanden täuschen, der weiß wie normale Garnelen zu schmecken haben.

      Gefällt 1 Person

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